Mit London von Köln nach China

Thomas Houf ist auf der Strecke unterwegs und schreibt ausführlich mit sehr guten Bildern von der Reise und seinen Eindrücken.

Seine Internetseite: derspurensucher

Auszüge aus seinen Seiten mit guten Tipps:

Mein Rädchen

Wie lange haben sich fernreisende Radfahrer mit der Auswahl ihres Equipment beschäftigt?

Ich weiss es nicht.


Ich kann euch nur sagen, dass der Denkprozess, das Aufraffen, dass sich darüber im Klaren werden ob man überhaupt sich mit einem Rad auf eine lange Reise begeben will sich schon verdammt lange hinzieht. – Lange genug.
 Ob meine Entscheidung nun wirklich meinen Bedürfnissen entspricht kann ich heute, nach fast 2 Jahren, ohne echte Fahrradreise Erfahrungen, immer noch nicht mit Sicherheit sagen.


Wie will man das den auch mit aller Deutlichkeit wissen, wenn man das noch nie gemacht hat.
Daher bin ich für die Beratung von Peter Dedenbach vom Kölner Stadtrad doch sehr dankbar.

Meine Vorgaben waren:


Ich möchte ein Rad, das mich auf den nächsten Jahren auf einer langen Reise, durch Dick und Dünn, ohne großes Murren bringt.
Wartungsarm und leistungsstark. Ich bin 194 cm lang und derzeit gute 110 Kilo schwer.

Bei allen „Material“ und Fahrradvergleichen im Netz, in diversen Foren – vergessen manche 75 Kilo Menschen, die nur bis in die Eifel fahren, das ein Rad auf 10.000 und mehr Kilometern, auf schlechten Straßen, Schotter und Schlaglöchern mit einer vollständigen Reiseausrüstung, und ggf. Essen und Trinken für ein paar Tage ganz anderen Belastungen ausgesetzt ist…als ein Rad von der Stange auch nur zur Hälfte ertragen kann.

Peter Dedenbach vom Stadtrad Köln, – übrigens mit einer eigenen echt guten Werkstatt im Hintergrund, hatte sich meine Idee mit dem Rad nach China zu fahren angehört, mich angeschaut und folgendes empfohlen:

Das Rad London von der deutschen Manufaktur Utopia – 200 Kilo Zuladung

Reduce Speed

Viele der Radler sind schnell. Ich kann nicht sagen ob sie getrieben sind, Strecke zu machen, voran zu kommen, ob durch die Anstrengungen freigesetzte Endorphine, Körpereigene Morphine, ihr Verhalten beeinflusst.
Starten sie schon schnell, werden sie schneller, wird man unterwegs schneller, unruhiger?

Genau das möchte ich nicht.
 Reduce Speed, sagten die Rad Nomaden, das war nicht nur ein Titel ihres Vortrages, das ist hängen geblieben. Das spricht an. www.reducespeed.de 
Dorothe Krezmar und Kurt Beutler. 160000 Kilometer in 10 Jahren. Ich möchte 18.000 Kilometer in einem Jahr schaffen und das kommt mir schon im Mittel sehr schnell vor.
 Zur Zeit ist das, für mein Knie noch zu schnell.