Die Geschichte des Kreuzrahmen

Die Grundlage aller Rahmen von Utopia ist die Konstruktion der gekreuzten Rahmenrohre. Kreuzrahmen werden seit etwa 1886 gebaut. Utopia führt eine gute Tradition auf Basis des Stahlrahmenbau fort.

Eine interessante Historie des Kreuzrahmens haben wir auf www.rijwiel.net gefunden. Wir danken dem Verfasser Herbert Kuner für die Erlaubnis, Auszüge daraus abzudrucken.

Erste Generation

„Das erste Fahrrad, das als Kreuzrahmen („cross frame“) bezeichnet wurde, war das „Premier“ der englischen Firma Hillman, Herbert & Cooper von 1886. 

Zweite Generation

Die zweite Generation der Kreuzrahmen kam ebenfalls aus England und war dort kurz vor der Jahrhundertwende in Mode. Der Diamantrahmen hatte sich inzwischen zum Standard entwickelt, die Kreuzrahmen waren eigentlich Varianten des Diamantrahmens, die mit zusätzlichen Rohren verstärkt waren. 

Dritte Generation

In den Niederlanden - und offenbar nirgendwo anders - kamen die Kreuzrahmen ab der zweiten Hälfte der 30er-Jahre erst richtig in Mode. Anfang der 50er-Jahre hatte jede große Fahrradfabrik eines oder mehrere Modelle in ihrem Programm. Das wahrscheinlich beliebteste Modell war das elegante Locomotief „Super de Luxe“, das als Einheitsrad (Unisex) angepriesen wurde. Es ist der Vorläufer des Kranich

Vierte Generation

In den 80er-Jahren kam wieder Bewegung in die Fahrradbranche. Fahrräder waren „in“, und neben neuen Reiserädern, MTBs und ATBs tauchten auch wieder Kreuzrahmen in kleinen Stückzahlen auf. Die Firma Van Raam aus Aalten war eine der ersten und lieferte anfänglich unter eigenem Namen und ab 1984 für Utopia in Deutschland ein Kreuzrahmenmodell wie das von Locomotief. Batavus verkauft seit etwa 1985 ein vergleichbares Modell für Damen und einen mit Duplex-Rohren verstärkten Diamantrahmen für Herren. 2001 kommt auch Gazelle mit einem fast identischen Modell. Azor, ein noch relativ junger Hersteller aus Hoogeveen, verkauft ebenfalls seit 2001 wieder ein Kreuzrahmenmodell wie das von Simplex/Juncker sowie ein Damenmodell, das dem Locomotief-Kreuzrahmen ähnelt. Auch der vor einigen Jahren neu vorgestellte Double-easy-Rahmen von Union hat einander kreuzende Rohre. 

Die größte Auswahl aus gekreuzten Rahmenformen bietet derzeit Utopia aus Saarbrücken. Diese Firma unternimmt den lobenswerten Versuch, dem Gedanken eines komfortablen Tourenrads neues Leben einzuhauchen. Hier können Sie unter anderem Neuauflagen des alten Locomotief Einheits-Kreuzrahmens kaufen. Die Rahmen werden übrigens noch immer bei Van Raam hergestellt.“

Soweit der Text von Herbert Kuner auf seiner Internet Seite www.rijwiel.net.

Fünfte Generation

Utopia und Van Raam haben vor 30 Jahren mit Kreuzrahmen in klassischer Bauweise angefangen. Seit gut zehn Jahren arbeiten wir mit CAD Programmen, ohne die so komplizierte Rahmen wie Roadster gar nicht machbar wären. Hier durchdringen sich runde und ovale Rohre. Diese elastische Verbindung ist die Besonderheit der fünften Generation. Damit schreiben wir die Erfolgsgeschichte dieser klassisch schönen Rahmen fröhlich weiter.

    So fing es an: Ralf Klagges war fasziniert, als er bei holländischen Freunden 1969 zum ersten Mal auf einem Rad mit Kreuzrahmen saß. So angenehm, ruhig und sicher war er noch auf keinem anderen Rad gefahren ...
     
Kreuzrahmen von 1886.
London Rahmen von ca 1900.
Locomotief von 1938 - Meister Klüver war an der Entwicklung beteiligt.
Original Locomotief Einheitsrad von 1948, Restauriert von Meister Klüver.
Meister Klüver beim Sommerfest 2013 mit Utopia Geschäftsführerin Inge Wiebe.
Kranich 1984, Fahrrad des Jahres vom ADFC, gemeinsame Entwicklung von Ralf Klagges und Meister Klüver.
Sprint, Kreuzrahmen mit tiefen Durchstieg, Neuentwicklung von 1994.
Roadster, der leichte Kreuzrahmen, Neuentwicklung von 2003.