Wig-Löten: Die Revolution

Das WIG-(Wolfram-Inertgas) Löten ist eine besondere Art der Verarbeitung, die das Rahmenrohr schont. Mit einem Lichtbogen wird das Material ganz kurz erwärmt, dabei wird automatisch Lot zugefügt.

Das Lot verteilt sich um das Rohr, schafft eine große Kontaktfläche und stärkt die Verbindung.

Bei diesem aufwendigen Verfahren wird der dünnwandige CrMo-Stahl nicht durch hohe Löt-Temperaturen geschwächt. Die Verbindung wird dadurch auch ohne Muffen sehr fest und (fast) unzerstörbar.

In der Vergangenheit hat man beim Löten dünnwandiger Rohre zu Silberlot gegriffen. Es schmilzt bei geringerer Wärme als Messinglot. Doch das Flussmittel des Silberlots ist in die Kritik geraten, weil es Lungenkrebs erzeugen kann. Van Raam Mitarbeiter haben deshalb schon vor 10 Jahren Lehrgänge für WIG-Löten besucht. Nach einer langen Testphase wurde die Umstellung gewagt. Mit Erfolg: Die Qualität des Rahmenbaus wurde seitdem eindeutig verbessert.

Diese Art der Lötung erfordert eine sehr aufwendige Rohrvorbereitung. 
Alle Rohre müssen mit CNC Fräsmaschine oder Rohr-Laser-Schneidern mit sehr geringer Toleranz bearbeitet werden. Die Verbindung muss optimal passgenau sein, nur das garantiert auch die spätere Festigkeit.

Es war Van Raam und Utopia sehr wichtig, die Mitarbeiter in diesem langwierigen Prozess gut einzubinden, um Nachhaltigkeit in dem komplizierten Produktionsablauf zu erreichen. Schließlich will der Verbraucher ein optimal festes, zuverlässiges Produkt.

Diese Verarbeitung hat den technischen Aufwand wesentlich vergrößert und die Arbeitszeit für einen Rahmen um rund 60% erhöht. Die Festigkeit des Rahmens ist so groß wie bei Muffenverbindung, er ist aber leichter - und eleganter.